"Unterwegs in Indien 2009" |
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Vom 9.1. - 2.2.2009 waren wir unterwegs in Indien. Indien ist etwa 10 mal so groß wie Deutschland. Bei 3 Wochen Reisezeit mussten wir uns deshalb auf einen kleinen Teil beschränken. Wir haben uns für den Bundesstaat Rajasthan mit Abstecher zum Taj Mahal im Bundesstaat Uttar Pradesh und anschliessenden Strandtagen in Goa entschieden. Ein wahres Feuerwerk von Eindrücken für alle Sinne erwartete uns. Stolze Festungen, mittelalterliche Städte, farbenfrohes Alltagsleben, köstliche vegetarische Küche, neugierige und sehr freundliche Menschen, kunstvolle Steinmetzarbeiten an Palästen, Kaufmannshäusern und Tempeln, das wunderschöne Taj Mahal, endlose Sandstrände. Dem stehen jedoch oft auch Lärm, Dreck, Menschenmassen, Armut, chaotischer Verkehr und Smog gegenüber. Unsere Reiseroute:
Nirgends lässt es sich besser auf den Spuren der Maharadschas und Mogulherrscher wandeln als in Rajasthan. Und am bequemsten ist man dazu unterwegs mit einem Auto mit Chauffeur, was wir auch wirklich empfehlen können. Unser Fahrer fuhr jederzeit umsichtig in dem oft sehr chaotischen Verkehr von hupenden Autos, Motorrikschas, Mopeds, überladenen LKWs, Bussen, Kamelkarren, Fahrrädern, Eselkarren, Fussgängern und dazwischen natürlich die Kühe, die überall stehen und gehen dürfen. Nach unserer Ankunft morgens in Delhi holt uns der Fahrer James vom Flughafen ab und wir fahren gleich weiter nach Mandawa in die Shekawati Region. Am Rande der Wüste Thar gelegen ist sie wegen der Havelis einen Halt wert. Havelis sind prunkvolle Häuser, die von reichen Kaufleuten erbaut wurden. In der Shekawati Region sind sie innen und aussen mit kunstvollen farbigen Wandmalereien übersät. Bikaner ist weit weniger touristisch als alle anderen Städte, die wir danach besuchen. Aber der Stadtpalast "Junagarh Fort" ist überaus sehenswert. Am bizarrsten war allerdings der Besuch des Rattententempels Karni Mata in Deshnok ca. 10 km südlich von Bikaner. Jaisalmer, die Wüstenstadt oder "goldene Stadt", erbaut aus goldgelbem Sandstein liegt weit im Westen nur noch 120 km entfernt bis zur Grenze nach Pakistan. Eine bewohnte Festungsanlage erhebt sich über der Stadt, in der man in den engen Gassen viel entdecken kann. Jodhpur, die "blaue Stadt", so benannt, da ein Großteil der Häuser blau gestrichen ist. Überragt wird die Stadt vom mächtigen Meherangarh Fort, eine prächtige unbewohnte Befestigungsanlage. Der unglaubliche Smog hat uns in der Stadt jedoch kaum das Atmen erlaubt. Ein Blick auf Fort und über die Stadt und der allabendliche Aufruf zum Abendgebet von den vielen Moscheen ist hier zu sehen und zu hören: Die Jain-Tempelanlage in Ranakpur liegt friedlich in den Bergen und ist ein wahres Kunstwerk. Der Haupttempel steht auf 1444 Säulen aus verziertem Marmor. Diese schöne Atmosphäre war mit dem Foto gar nicht einzufangen. Udaipur, die "weisse" Stadt, war nach der Smog Erfahrung von Jodhpur eine äusserst angenehme Überraschung. Eine schöne, beschauliche Stadt am See mit angenehmem Klima und umgeben von grünen Hügeln. Der Stadtpalast ist wieder mal prachtvoll und beeindruckend. In Udaipur hätten wir uns gut und gerne noch 1-2 Tage länger aufhalten können. Jaipur, die "rosa" Stadt, so benannt, da die Altstadt und die Mauer rings um mit einer rosa-terrakotta Farbe gestrichen sind. Bekannteste Sehenswürdigkeit ist der Palast der Winde. Schöner Name, wenig dahinter, im wahrsten Sinn des Wortes, denn der Palast der Winde ist nur mehr eine Hauswand mit Gitterfenstern, hinter denen die Frauen gut versteckt Prozessionen verfolgen konnten. Ca. 11 km ausserhalb der Stadt liegt das Amber Fort langestreckt auf einem Bergrücken. Nach so vielen Festungen und Palästen (es hätte übrigens noch mehr gegeben, die wir aber nicht besichtigt haben) und den vielen anderen Sehenswürdigkeiten fehlt jetzt nur noch das Taj Mahal. Das Taj Mahal in Agra, wie oft haben wir es schon auf Bildern oder in Filmen gesehen, als das schönste Bauwerk der Welt wird es oft bezeichnet. Wenn wir da mal nicht enttäuscht werden aufgrund so hoher Erwartungen? Nein, wurden wir nicht. Das Taj Mahal ist wahrlich eines der schönsten Bauwerke, die wir bisher gesehen haben. Von der Hauptstadt Delhi sehen wir nur einen kleinen Ausschnitt in einer Mini-Rundfahrt, am nächsten Tag fliegen wir nach Goa und geniessen 10 Tage am Palmenstrand. |
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